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Kostenlos & anonym

Neustart: Psychologisches Programm zur Bewältigung
von problematischem Glücksspiel

Kostenlos, anonym, wissenschaftlich untersucht und begleitet.

CHANGE

Wissenschaftliche Vorstudie

Im Rahmen einer großangelegten Studie unserer Arbeitsgruppe (clinical-neuropsychology.de) wurden mit Hilfe von Selbsthilfeforen, Beratungsstellen und anderer Quellen 265 Menschen mit problematischem Automatenspiel zu einer Behandlungsstudie eingeladen und zufällig einer der folgenden drei Gruppen zugeteilt:

  1. eine Gruppe, welche eine Depressionsbehandlung über das Internet erhielt (das sog. Deprexis® Programm)
  2. eine Gruppe, welche das später vorgestellte Retraining zur Reduktion des Spieldrangs erhielt und
  3. eine Kontrollgruppe, die die Maßnahmen erst später erhielt

Beide Maßnahmen sind unter dem Menüpunkt Behandlungsprogramm näher dargestellt. Das Design nennt man randomisiert-kontrollierte Studie.

Was ist eine randomisiert-kontrollierte Studie?

Randomisiert = Die Zuordnung der Teilnehmer zu den Bedingungen erfolgte nach dem Zufallsprinzip, kontrolliert = die Ergebnisse der Studiengruppen werden mit denen der Kontrollgruppe verglichen. Dieses Forschungsdesign erlaubt Erkenntnisse darüber, ob eine eventuelle Verbesserung in der Depressions- bzw. Retraining-Gruppe auf die Maßnahme selbst zurückgeht oder möglicherweise andere Faktoren, z.B. Spontanheilung, widerspiegelt.

Die Studie setzte sich zum Ziel zu ergründen, ob eine Teilgruppe von Menschen mit Glücksspielproblemen von einer Behandlung emotionaler Probleme profitiert bzw. ob eine andere Teilgruppe das Glücksspielverhalten durch das sog. Retraining wieder „verlernen“ kann. Vor und nach der Maßnahme (acht Wochen später) wurde die Symptomatik bestimmt, wobei wir neben etablierten Skalen zur Messung des Glücksspielverhaltens (u.a. Gedanken an Glücksspiel, Häufigkeit von Glücksspiel, finanzielle und soziale Probleme) auch das Ausmaß depressiver Symptome ermittelt haben. Die Erhebung erfolgte anonym über das Internet, da viele Betroffene sich mit ihren Problemen nicht „outen“ wollen bzw. professionelle Hilfe ablehnen („Ich gehöre doch nicht in die Klapse.“, „Ich habe einfach Pech.“).

Die meisten Spieler der Studie wiesen eine mittelgradige depressive Symptomatik auf und zeigten erhebliche, behandlungsbedürftige Glücksspielprobleme. Nach Ablauf der acht Wochen konnte in der Gruppe, die eine Depressionsbehandlung erhalten hatte, erwartungsgemäß eine Reduktion der depressiven Symptomatik gefunden werden. Gleichzeitig nahm auch die Glücksspiel-bezogene problematische Symptomatik überzufällig (d.h. statistisch signifikant) ab (z.B. Häufigkeit der um das Spielen kreisenden Gedanken; der Drang zu spielen).

Beim Retraining zeigte sich ebenfalls eine überzufällige Verbesserung des Spielverhaltens gegenüber der Wartekontrollbedingung. Wie wir im Menüpunkt Team unter Finanzierung darstellen, wurde diese Studie von der Automatenwirtschaft gefördert, nachdem öffentliche Geldgeber an der Studie zwar Interesse zeigten aber keine Finanzierung zustande kam.

Das aktuelle Behandlungsprogramm baut auf den Erkenntnissen der Vorstudie auf und bietet allen Interessenten eine Inanspruchnahme beider Methoden (Retraining und Online-Behandlungsprogramm „Neustart“), die Sie nach einer online-Eingangsbefragung erhalten.

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