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Neustart: Psychologisches Programm zur Bewältigung
von problematischem Glückspiel

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Sucht: Wenn aus Lust Last und aus Spiel Ernst wird!

Wann ist Hilfe nötig? Drei Faustregeln!

Laien und Experten haben unterschiedliche Meinungen darüber, wo der berühmte „Spaß aufhört“ und wo der Ernst bzw. die Sucht beginnt. Bevor wir näher auf die Glücksspielsucht eingehen, möchten wir die Wichtigkeit aber auch Schwierigkeit der Debatte zunächst anhand der „stofflichen“ Süchte verdeutlichen. Während so mancher das berühmte Feierabend-Bier schon für ein Zeichen von Abhängigkeit hält, verklären andere ein Glas Wein am Abend geradezu als Medizin, da hierdurch das Herz gestärkt würde. Beides ist übertrieben.

Experten halten den täglichen Konsum von 24g reinen Alkohol bei Männern und 12g bei Frauen für körperlich relativ unbedenklich (an zwei Tagen in der Woche sollte allerdings gar nicht getrunken werden) – bezüglich der psychischen Folgen gehen die Meinungen aber weit auseinander. Innerhalb von Expertenkreisen gibt es sehr unterschiedliche Ansichten darüber, was als Sucht und was noch als tolerierbarer Konsum betrachtet werden kann und ab wann eine Behandlung nötig ist. Im Übrigen unterliegt es auch dem Wandel der Zeit und kulturellen Gepflogenheiten, was als Laster oder sogar Droge bezeichnet wird und was nicht. Während man heutzutage zu Recht von übermäßigem Alkoholkonsum abrät und bestimmte Substanzen sogar unter Strafe stellt, wurden in früheren Zeiten auch von Ärzten Alkohol und Zigaretten positive Eigenschaften zugeschrieben.

Heroin wurde z.B. zunächst als Hustensaft verschrieben, bis man die fatalen Folgen erkannte. Kaffee gilt außer bei abendlichem Konsum als nicht schädlich. Sein Genuss war in einigen arabischen (teilweise sogar europäischen) Ländern jedoch lange unter Strafe gestellt (dies gilt in vielen arabischen Ländern weiterhin für Alkohol). Bei den sogenannten Verhaltenssüchten sind die Dinge ungleich komplizierter. Hier wird der Bogen teilweise überspannt. Ob es eine Sexsucht wirklich gibt (bekannt geworden v.a. durch den Profi-Golfer Tiger Woods) ist höchst umstritten und viele Experten wie z.B. Iver Hand lehnen den Suchtbegriff in Bezug auf exzessives Verhalten auch ganz ab. Bei Glücksspiel besteht Einigkeit drüber, dass ein Zuviel unbedingt einer Behandlung bedarf (u.a. aufgrund der Gefahr der Verschuldung), aber auch hier überwiegen oft Glaubenssätze statt Fakten.

Ist Lottospielen eine „Einstiegsdroge“ oder harmlos? Sind Spielstätten eigentlich Spielhöllen, die verboten gehören, da sie junge gesunde Menschen zu seelenlosen Zombies machen oder doch nur eine angemessene Freizeitgestaltung?

Kurzum: Es ist gar nicht so einfach festzustellen, ab wann ein Verhalten oder ein Konsum von Substanzen noch „normal“ ist und ab wann eine Abhängigkeit beginnt. Um herauszufinden, ob Hilfe nötig ist, haben sich drei Faustregeln bewährt.

Ein Verhalten oder Konsum ist problematisch und man sollte Hilfe in Anspruch nehmen, wenn:

... man selbst unter dem eigenen Verhalten oder den daraus resultierenden Folgen leidet (z.B. Grübeleien wegen zu viel Alkoholkonsum, Gerichtsprozess aufgrund von Trunkenheitsfahrt, Verschuldung wegen Glücksspiel, Niedergeschlagenheit),

... andere Personen durch den eigenen Konsum oder das Verhalten leiden (z.B. schwierige finanzielle Situation für die Familie aufgrund von Schulden durch Glücksspiel), oder

... die sozialen Beziehungen und das Arbeitsverhalten Schaden nehmen (z.B. Vernachlässigung der Arbeit, da man im Internet ständig nach Sportereignissen recherchiert, auf die man wettet; Probleme in der Beziehung aufgrund von problematischem Spielverhalten).

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